Aszendent

Die kurze Antwort

Dein Aszendent ist das Tierkreiszeichen, das im Moment deiner Geburt am östlichen Horizont aufstieg. Er beschreibt, wie du auf andere wirkst: dein Auftreten, deinen ersten Eindruck und die Art, wie du auf Neues zugehst. Weil das aufsteigende Zeichen etwa alle zwei Stunden wechselt, braucht die Berechnung Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort.

Was dein Aszendent über dich sagt

Wie du einen Raum betrittst, wie du jemandem zum ersten Mal die Hand gibst, wie du klingst, wenn du ans Telefon gehst: Dieser erste Auftritt folgt einem Muster, und es hat oft wenig mit dem Sternzeichen zu tun. Genau diese Aussenseite beschreibt der Aszendent. Er ist die Tür, durch die man zu dir hereinkommt.

Menschen, die dich flüchtig kennen, beschreiben meist deinen Aszendenten. Wer dich gut kennt, beschreibt eher deine Sonne und deinen Mond. Wer sich im eigenen Sternzeichen nie richtig wiedererkannt hat, findet sich deshalb oft im Aszendenten wieder: Er prägt das, was im Alltag zuerst sichtbar wird.

Aszendent oder Sternzeichen, wo ist der Unterschied?

Nach dem Geburtstag gefragt zu werden und mit Waage oder Skorpion zu antworten, ist die eine Sache. Dieses Zeichen richtet sich nach dem Stand der Sonne und beschreibt deinen Kern. Der Aszendent dagegen hängt an der Drehung der Erde: Innerhalb von 24 Stunden steigen alle zwölf Zeichen einmal am östlichen Horizont auf, im Schnitt also eines etwa alle zwei Stunden.

Zwei Menschen, die am selben Tag geboren sind, haben deshalb dasselbe Sternzeichen und fast nie denselben Aszendenten: Wer morgens um sechs zur Welt kam, tritt anders auf als der, dessen Geburt am Abend desselben Tages lag. Darum braucht es neben dem Datum auch die Geburtszeit und den Geburtsort.

Die zwölf Aszendenten in Kurzform

In einer Runde von zwölf Fremden betritt jeder den Raum anders: Der eine spricht als Erster, die andere sucht sich einen Platz am Rand, der dritte kennt nach zehn Minuten die halbe Gesellschaft. So sehen die zwölf Arten anzukommen aus, in der Reihenfolge des Tierkreises.

Die Frage, um die alle herumreden, liegt nach zwei Minuten auf dem Tisch, und beim Umzug ist die erste Kiste schon getragen. Schneller Schritt, kein Vorgeplänkel: Ein Widder-Aszendent wirkt entschlossener, als er sich fühlt.

Im lautesten Grossraumbüro gibt es diese eine Person, um deren Platz herum es stiller wird. Beim Stier-Aszendenten liegt das an einem eigenen Takt, den auch Druck nicht verschiebt, und an einem Blick für Dinge, die etwas taugen.

Zwei Sätze im Lift, ein Gespräch in der Warteschlange, nach einem Nachmittag in der neuen Stadt drei Bekanntschaften: Reden ist beim Zwillinge-Aszendenten kein Aufwand, sondern der Weg hinein. Wie viel hinter dem leichten Ton steckt, erfährt nur, wer nachfragt.

Erst am Rand stehen, zuhören, spüren, wie die Stimmung liegt, und dann auftauen: So beginnt ein Krebs-Aszendent, und es sieht schüchterner aus, als es gemeint ist. Freundlichkeit bekommen alle, das Innere wenige.

Manche kommen still herein und werden trotzdem bemerkt. Das macht beim Löwe-Aszendenten die Haltung und nicht die Lautstärke: aufrechter Gang, ruhiger Blick, dazu die Selbstverständlichkeit, willkommen zu sein.

Am ersten Tag im neuen Job weiss diese Person längst, wo es klemmt und wen man fragen muss. Über Brauchbarkeit kommt ein Jungfrau-Aszendent in eine Gruppe hinein und nicht über den Auftritt; die Zurückhaltung am Anfang ist Sorgfalt, keine Scheu.

Wird ein solcher Mensch einem Dritten beschrieben, fällt fast immer zuerst das Wort angenehm. Zum Waage-Aszendenten gehört, dass der stille Gast einbezogen und ein Streit mit einem Satz entschärft wird. Wo ein klares Nein fällig wäre, bleibt es dafür oft still.

In der Sitzung lange nichts sagen und trotzdem angeschaut werden: Ein Skorpion-Aszendent ist auch dann anwesend, wenn er schweigt. Gefragt wird mehr, als geantwortet wird, und Vertrauen gibt es hier nicht geschenkt.

Fremde fragen ausgerechnet diese Person nach dem Weg, obwohl drei andere näher stehen. Ein Schütze-Aszendent unterstellt seinem Gegenüber, dass es gut meint, spricht in Möglichkeiten und gibt die eigene Meinung gratis dazu.

Den Schlüssel zur Wohnung drückt man beim Verreisen genau diesem Nachbarn in die Hand. Für älter und verlässlicher gehalten zu werden, als man ist, gehört zum Steinbock-Aszendenten, denn zugesagt wird nur, was sich halten lässt.

Der Hauswart bekommt denselben Ton wie die Direktorin. Am Wassermann-Aszendenten fällt zuerst diese Fairness auf und danach ein Rest Abstand, der sich nicht auflöst; Nähe entsteht über Fragen und Ideen.

Im Zug erzählt jemand die halbe Lebensgeschichte, ohne dass viel gefragt wurde. Ein Fische-Aszendent nimmt Stimmungen auf und geht mit ihnen mit, weshalb verschiedene Leute erstaunlich verschiedene Versionen derselben Person beschreiben.

Wie sich die zwölf Zeichen ordnen lassen

Vier Leute bekommen dieselbe schlechte Nachricht. Einer will sofort etwas unternehmen, die zweite fragt nach den Kosten, der dritte greift zum Telefon, die vierte spürt nach, wie sich das anfühlt. Nach dieser Grundrichtung teilt die Astrologie die zwölf Zeichen in vier Elemente: Zum Feuer gehören Widder, Löwe und Schütze, zur Erde Stier, Jungfrau und Steinbock, zur Luft Zwillinge, Waage und Wassermann, zum Wasser Krebs, Skorpion und Fische.

Drei Leute organisieren zusammen ein Fest. Die eine schlägt es überhaupt erst vor, der zweite hält den Plan durch, als es mühsam wird, die dritte baut ihn um, weil die Hälfte absagt. Diese drei Rollen heissen kardinal, fix und veränderlich: Eröffnet wird von Widder, Krebs, Waage und Steinbock, gehalten von Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann, umgebaut von Zwillingen, Jungfrau, Schütze und Fischen.

Zwei Menschen wirken beide ruhig, und trotzdem fühlt sich das eine Gegenüber weich an und das andere streng. Zugeordnet ist jedem Zeichen nämlich auch ein Planet, der ihm den Ton vorgibt: Mars dem Widder, die Venus dem Stier und der Waage, Merkur den Zwillingen und der Jungfrau, der Mond dem Krebs, die Sonne dem Löwen, Jupiter dem Schützen und den Fischen, Saturn dem Steinbock und dem Wassermann. Klassisch zählt auch der Skorpion zu Mars; modern werden dort Pluto, beim Wassermann Uranus und bei den Fischen Neptun genannt.

Bei einer Anschaffung lieber einmal mehr zahlen und danach zwanzig Jahre Ruhe haben: Erde, feste Qualität und die Venus ergeben zusammen den Stier. Mitten im Gespräch die Richtung wechseln, ohne den Faden zu verlieren: Luft, veränderliche Qualität und Merkur ergeben die Zwillinge.

Warum dein Aszendent einen Herrscher hat

Wer schon einmal eine Deutung gelesen hat, kennt Sätze wie den, dass die Venus in ihrem eigenen Zeichen steht. Beim Aszendenten fällt so ein Satz nie: Ein aufsteigendes Zeichen ist kein Planet und kann weder gut noch schlecht stehen. Gefragt wird stattdessen nach dem Planeten, der dieses Zeichen regiert. Er heisst Herrscher des Aszendenten und gilt zugleich als Herrscher des ganzen Horoskops.

Zwei Menschen treten beide verbindlich und ausgleichend auf, weil bei beiden die Waage aufsteigt. Regiert wird sie von der Venus, und deren Stand im Geburtsbild macht den Unterschied. Im Stier steht sie im eigenen Zeichen, muss sich also nicht verbiegen, und die Freundlichkeit hält auch dann, wenn es unbequem wird. Im Widder dagegen steht sie im Exil, im Zeichen gegenüber ihrem eigenen, und dieselbe Zugewandtheit bekommt einen fordernden Zug.

Manche Menschen wirken an jedem zweiten Tag ein wenig anders, ohne dass sich in ihrem Leben etwas geändert hätte. Führt beim Krebs-Aszendenten der Mond Regie, ist das die Regel. Steht er im Stier, wo er nach alter Zuordnung erhöht und damit gut aufgehoben ist, bleibt die Aussenwirkung über Wochen gleich; steht er im Skorpion, wo er im Fall steht und kein bequemes Zuhause findet, schwankt der Auftritt stärker.

Wenn die Geburtszeit nur ungefähr bekannt ist

Auf vielen Geburtsurkunden steht keine Uhrzeit, und in manchen Familien heisst es nur, es sei am frühen Abend gewesen. Für das Sternzeichen spielt das keine Rolle, für den Aszendenten sehr wohl: Nahe an einer Zeichengrenze verschiebt schon eine Viertelstunde das Ergebnis.

Steht auf deinen Papieren eine gerundete Zeit, etwa glatt sieben Uhr, ist das Ergebnis meistens trotzdem brauchbar: Mitten im Zeichen ändert eine halbe Stunde nichts, nur am Rand kippt es ins Nachbarzeichen. Nachfragen lohnt sich beim Zivilstandsamt des Geburtsorts, in Deutschland beim Standesamt.

Fehlt die Uhrzeit ganz, bleibt jede Angabe zum Aszendenten eine Schätzung, und sie sollte auch so genannt werden. Unbrauchbar ist dein Geburtsbild deswegen nicht: Sonnenzeichen und Venuszeichen stehen für den ganzen Tag fest, das Mondzeichen fast immer. Offen bleibt nur die Aussage darüber, wie du auf Fremde wirkst.

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Die zwölf Aszendenten

Lies, was jeder Aszendent bedeutet.

Häufige Fragen zum Aszendenten

Was bedeutet der Aszendent?

Er beschreibt, wie du auf andere wirkst: dein Auftreten, den ersten Eindruck und die Art, wie du auf Neues und auf Fremde zugehst. Das Sternzeichen sagt, wer du im Kern bist, der Aszendent, was davon zuerst sichtbar wird. Welches Zeichen bei dir aufsteigt, hängt allein an Geburtszeit und Geburtsort.

Was ist der Unterschied zwischen Aszendent und Sternzeichen?

Das Sternzeichen richtet sich nach dem Stand der Sonne und wechselt etwa monatlich, der Aszendent nach der Drehung der Erde und wechselt etwa alle zwei Stunden. Zwei Menschen mit demselben Geburtstag haben deshalb dasselbe Sternzeichen und fast nie denselben Aszendenten. Im Alltag begegnen dir viele Menschen nur über den Aszendenten; wer dich näher kennt, erlebt beides.

Wie berechne ich meinen Aszendenten?

Dafür braucht es Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort. Der Gratis-Rechner auf dieser Seite bestimmt daraus in wenigen Sekunden, welches Zeichen bei deiner Geburt am östlichen Horizont stand, und führt dich gleich zur passenden Deutung.

Warum wechselt der Aszendent alle zwei Stunden?

Weil die Erde sich in 24 Stunden einmal um sich selbst dreht und in dieser Zeit alle zwölf Zeichen einmal am östlichen Horizont vorbeiziehen. Zwölf Zeichen auf 24 Stunden ergeben im Schnitt zwei Stunden pro Zeichen. Je nach Zeichen und geografischer Breite dauert es etwas kürzer oder länger.

Was ist der Herrscher des Aszendenten?

Jedes Zeichen hat einen Planeten, der es regiert. Steigt bei dir der Steinbock auf, ist das Saturn; bei der Waage die Venus, beim Krebs der Mond. Dieser Planet gilt zugleich als Herrscher des ganzen Horoskops, und wo er in deinem Geburtsbild steht, färbt deshalb mehr als nur den ersten Eindruck.

Kann ich meinen Aszendenten ohne Geburtszeit bestimmen?

Nicht zuverlässig. Ohne Uhrzeit kommen für einen einzigen Tag alle zwölf Zeichen infrage, und jede Angabe bleibt eine Schätzung. Eine gerundete Zeit von der Geburtsurkunde genügt dagegen meistens; nur nahe an einer Zeichengrenze kann das Ergebnis ins Nachbarzeichen kippen. Fehlt sie ganz, hilft oft eine Anfrage beim Zivilstandsamt des Geburtsorts.